Judo, den meisten als harter und den ganzen Körper fordernden Wettkampfsport bekannt, hat sich in den letzten Jahren als ideales Handlungsfeld für Behinderte geöffnet. Dies geschah durch die Reduzierung der einseitigen Wettkampfausrichtung und durch die Rückbesinnung auf das eigentliche Wesen der Sportart. Judo ist ein dynamisches Bewegungsangebot für alle, weil es den Menschen ganzheitlich erfaßt, man diesen Sport mit Leib und Seele betreiben kann, und weil Judo spezifische Methoden, Techniken und Verfahren ausgebildet hat, die alles unterlassen, was zusätzlich schädigend oder störend wirken kann.
Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag |
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15:15 - 16:15 | ||||
Kinder-Judo inclusiv (ab 3 Jahren) | ||||
16:15 - 17:15 | ||||
Kinder/Jugendliche | ||||
17:30 - 19:00 | ||||
Jugendliche, Erwachsene |
![]() Maren Stahlberg E-Mail:behindertenjudo-sport(at)bc-muehlheim.de |
![]() Carl Bauernfeind |
![]() Peter Wiegand E-Mail:judo-sport(at)bc-muehlheim.de |
Erstmals in Hessen bietet der Budo-Club Mühlheim seit Januar 1998 das JUDO DER BEHINDERTEN an. Die Gruppe Judo der Behinderten wird von Maren Stahlberg, Peter Wiegand und Carl Bauernfeind betreut. Sie sind langjährige, erfahrene Übungsleiter im Judo und besitzen die Fachübungsleiterlizenz Rehabilitationssport. Die Übungsstunden werden betreut durch den Sportarzt: Dr. Stephan Seeßle Eduard-Oehler-Str.34 63075 Offenbach fon: 069/ 864303, fax: 069/ 86777499 net: www.ect-seessle.de Die Gruppe ist dem Landessportbund Hessen, dem Hessischen Judoverband sowie dem Hessischen Behinderten- und Rehabilitatonssportverband angegliedert. Die Übungsstunden werden als judoähnliche Gymnastik oder Bewegungsspiele in Gruppen, gemäß der Gesamtvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 1.1.1994 durchgeführt. Während der Trainingsstunden ist ein Arzt erreichbar.
Judo wirkt mit den Mitteln des Sports ganzheitlich und unterstützt als eine von vielen Maßnahmen den Therapieplan des Arztes. Dabei werden insbesondere die konditionellen Fähigkeiten, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit sowie die Koordination von Gleichgewicht, Reaktion, Orientierung und Geschicklichkeit gefördert. Judo als Rehabilitationssport umfaßt sportliche Übungen in Gruppen unter ärztlicher Überwachung. Das spezifische Training darf nur von Übungsleitern mit entsprechender Qualifikation durchgeführt werden.
Ein Judoka kann seine Techniken verbessern, höhere Judograde erwerben, oder Wettkampfsport betreiben. Das Ziel des Judo der Behinderten besteht jedoch nicht primär darin, eine Wurftechnik effizient, brillant und dynamisch auszuführen. Vielmehr will Judo dazu beitragen, den behinderten Menschen bei der Bewältigung ihrer Alltagsprobleme dadurch zu helfen, damit sie ein kleines Stückchen mehr an Selbständigkeit und Handlungskompetenz gewinnen.