Presse

19.05.2020 – Training in Corona-Zeiten

Die Judo-Abteilung des BCM startet nach etwa zwei Monaten Zwangspause wieder den Trainingsbetrieb für Kinder und Jugendliche auf. Am 19.05. wurde mit einer kleinen Trainingseinheit mit fünf Teilnehmern im Freien unter Einhaltung eines durch die Abteilung Behindertensport entwickelten Hygiene-Konzept begonnen. Das Training ist vollständig kontaktlos und die notwendigen Abstände werden eingehalten. Da die Rückmeldung der Teilnehmer sehr gut war, wurde das Angebot bereits in der nächsten Woche ausgeweitet, sodass die Teilnehmerzahl bereits am 26.05. verdoppelt werden konnte. Sollte das Angebot weiterhin solchen Zuspruch erhalten, werden weitere Trainingsgruppen eröffnet, um die Anzahl der Teilnehmer in einem sicheren Rahmen zu halten.


An ein normales Training ist aktuell leider nicht zu denken. Der direkte Kontakt mit Übungspartnern ist aktuell nicht möglich, sodass die Judoka nur im Individualtraining ihre Fähigkeiten trainieren und verbessern können. Weiterhin ist die Anton-Dey-Halle noch geschlossen, deshalb finden die Trainingseinheiten auf den Plätzen daneben im Freien statt, wenn das Wetter mitspielt. Dazu wurden die einzelnen Übungen von den Trainern Patric und Dominik Leist den Umständen angepasst und durch die kreative Nutzung beispielsweise des Judo-Gürtels können Bewegungsabläufe dennoch sehr gut einstudiert werden.


Die Trainer freuen sich über die Begeisterung für das angepasste Training: „Es ist schön zu sehen, dass das Angebot so gut angenommen wird. Es ist wichtig, dass sich die Kinder und Jugendlichen ausreichend bewegen und in auch unter den Einschränkungen dieser Zeit einen Schritt in Richtung Normalität machen können. Die Sicherheit der Sportler steht natürlich weiterhin an erster Stelle, deshalb werden wir auf neue Entwicklungen umgehend reagieren.“

18.05.2020 – Besser geht nicht!

Das ist das Fazit der Behindertensportabteilung des Budo Club Mühlheim beim Start ihrer
Skiracer Mühlheim, Nicole und Steffen Hofmann, bei den Nationalen Spielen von Special
Olympics Deutschland in Berchtesgaden.
2 Starts als Unified Team im Slalom und Riesenslalom – 2 Mal Gold


Diese Special Olympics Nationalen Spiele standen bei ihrer Ausrichtung schon unter den
Zeichen der beginnenden Corona-Pandemie. Und so hatten die Athleten nicht nur sportliche Herausforderungen zu bewältigen.


Nach ihrem erfolgreichen Start bei den hessischen Landesspielen, konnte man gespannt
sein, wie das inklusive Skiteam des Budo Club Mühlheim sich bei den Nationalen Spielen
schlägt. Schwierige Bedingungen mussten auf der Piste Am Götschen gemeistert werden.
Wenig Schnee, sich ständig wechselnde Schneebeschaffenheit, verkürzte Strecken,
Besichtigung der Strecke zusammen mit den Markierungen für Snowboarder, die
Hygienevorschriften der beginnenden Pandemie machten die Wettkämpfe für die
Mühlheimer schwer.


Nicole und Steffen Hofmann gaben ihr Bestes. Nicole fuhr voraus, musste sich den Weg
durch die Stangen suchen und ihr Bruder folgte ihr praktisch auf den Ski-Enden. Kurz vor
dem Ziel wurde zum Überholen angesetzt und auf die Bestzeit gehofft.


Und Besser geht nicht. 2 Starts – 2 mal Platz 1.
Doch keiner konnte ahnen, dass mit diesem Erfolg sowohl die Skisaison beendet war als auch
das Judotraining für lange Zeit nicht mehr möglich sein sollte.


Doch was machen Judoka, die nicht mehr trainieren dürfen und wohl auf lange Zeit Judo in
der hergebrachten Form ausführen können?


Sie nutzen ihre nationalen und internationalen Kontakte, sie werden erfinderisch, sie
trainieren online, sie kommunizieren untereinander und sie trainieren kontaktlos.
Seit letzten Dienstag sind die ID-Judoka zwar nicht auf der Matte, die ihre Welt bedeuten.
Sie trainieren nach strengem, selbsterstelltem Konzept auf den Sportplatz. Sie trainieren
dort ohne Kontakt, mit Abstand und Hygienestandards. Als Partner dienen Plastikrohre und
sie haben viel Freude dabei.


Besser geht nicht! Zur Zeit.

Text und Bild:

Thomas Hofmann

08/09.03.2020 – Judo-Turnier Pfungstadt

Text: Sven Simon

Bild: Dominik Leist

Erfolgreich kämpften drei Judoka des Budo-Club-Mühlheim beim traditionellen Judo-Turnier um den Samurai-Pokal in Pfungstadt. Das Turnier wurde wegen der großen Teilnehmerzahl von über 500 Judoka über zwei Tage ausgetragen. Am ersten Turniertag kämpfte die männliche Jugend, in der Altersklasse U12 waren 130 Teilnehmer auf den Matten. Vom Budo-Club-Mühlheim kämpfte Luca Simon in der Gewichtsklasse über 50 Kg. Seine Form an diesem Tag war überragend, in der Vorrunde konnte er alle Kämpfe vorzeitig gewinnen, selbst einen Punkterückstand im 3. Kampf konnte er Sekunden vor Schluss noch durch einen Ippon-Sieg (voller Wurf auf den Rücken) siegreich beenden und in die nächste Runde einziehen. Im Finale wartete ein starker Gegner vom JC Nordwest-Frankfurt auf ihn, auch er hatte alle Kämpfe der Vorrunde vorzeitig gewonnen. Durch seine mentale Stärke konnte Luca Simon seinen Gegner überraschen und bereits nach einer Minute den Kampf mit Ippon-Sieg durch Schulterwurf beenden und den Turniersieg feiern. Betreuer an diesem Tag war Sven Simon.


Am zweiten Tag reiste BCM-Judo Abteilungsleiter Dominik Leist mit zwei Mädchen zum Geisha-Turnier nach Pfungstadt. Elisa Suchan startete in der Altersklasse U13 -33 Kg, ihre Schwester Julia Suchan, ebenfalls U13 – 36 Kg. Beide hatten sich auf dieses Turnier gut vorbereitet und zeigten gutes Judo in der Vorrunde einer U13 Gruppe, die mit einer starken Teilnehmerzahl besetzt war. Leider hatten sie die Hauptrunde durch eine unglückliche Niederlage verpasst und mussten nun in der Trostrunde weiterkämpfen und die Chance auf den 3. Platz zu bewahren. Diese Chance wurde von Elisa und Julia Suchan genutzt und mit Bronze-Medaillen belohnt. Alle drei Judoka des Budo-Clubs konnten auf diesem Groß-Turnier mit guten Leistungen überzeugen und Medaillen nach Mühlheim mitbringen.